6 Monate unter Segeln ...


... oder: "4 Bojen und 1 Kai" / Unsere Familien-Segel-Blogs 2015/2016

Leichtmatrose        leNI


Hallo, ich bin Leni und bin 8 Jahre alt.

Ich freue mich TOTAL auf die Segelreise,

weil wir tauchen und schnorcheln gehen. Am meisten freue ich mich auf eine SUPER SCHÖNE Bucht mit einem wunder schönen Strand! AAAaaahhh.

Mein Lieblingsplatz an Bord ist unter der  Sprayhood neben dem Niedergang aber auch vorne am Bug zum ,,Wellen reiten", wenn Wellen kommen springen Matti und ich dort richtig in die Höhe.

Das macht irre Spaß! O-:

zu Lenis Blog

 

Leichtmatrose      Matti


Hallo, ich bin Matti und bin 10 Jahre alt. Ich freu mich sehr auf die Segelreise, weil es ein großes Abenteuer wird. Am meisten freue ich mich auf das Ankern und Übernachten in einsamen Buchten, die wir erforschen können.
Mein absoluter Lieblingsplatz an Bord ist das Sprungbrett am Bug. Also ganz an der vorderen Spitze des Bootes. Dort sitze ich fast immer und schaue raus aufs Meer bei der Suche nach Walen und Delfinen.
zu Mattis Blog

KapitÄn & Funke(r)mariechen


Dürfen wir vorstellen?:
Das sind unser Kapitän Götz, norddeutscher Skipper seit anno dazumal, und unser Funke(r)mariechen aus dem Rheinland. Mit dabei ist auch unser 2. Mann an Bord, "Onkel" Kai, bester Schulfreund, Trauzeuge und irgendwie auch so etwas wie der Patenonkel. Mit allen Segel- und Bootsführerscheinen in der Tasche und jeder Menge Segelerfahrung wagen sie sich mit uns Leichtmatrosen auf die große Reise.

zu Lisas Blog

zu Götz' Blog

zu Kais Blog


Hier die letzten Einträge unserer Blogs:


RSS-Feed / Bleibt auf dem Laufenden. Icon anklicken und automatisch über unsere Neuigkeiten informiert werden.

Die Like hat uns wieder!

Likedeeler, Kai und Götz sind sicher angelandet in Ijmuiden bei Amsterdam. Die Like hat uns wieder. Oder wir die Like. Mal sehen für wie lange. ... Irgendwie ein schönes Gefühl. <3

0 Kommentare

Willkommen zu Hause, kleine Likedeeler  (Lisa)

Der Wecker klingelt heut viel zu früh. Dabei war ich seit 2 Uhr morgens stündlich wach. Sobald ich weiß, dass ich zu einer unchristilichen Zeit aufstehen muss, lässt es mich nicht tief schlafen. Götz geht es genauso. Wir trinken in aller Herrgottsfrühe unsere Kaffees und lesen begeistert den letzten Blogeintrag von Frank, unserem Jucunda-Kapitän, der kurz davor ist, mit seinem Boot und der Viktoria im Schlepptau auf den Azoren anzulanden. Die sichere Rückkehr von der Karibik nach Europa ist geglückt. Die drei Jucunda-Männer scheinen beseelt und stolz, auch diese Etappe perfekt gemeistert zu haben.

 

Während unsere Freunde in Europa seglerhändisch anlegen, ist unsere Likedeeler seit gestern quasi wieder auf europäischen Boden, noch vertäut auf einem Frachter, der vor wenigen Stunden in Southhampton eingelaufen ist. Unser Bötchen hatte sicher eine ruhigere Überfahrt als unsere Seglerfreunde. Dass es jetzt angelandet ist, ist auch der Grund unseres frühen Aufstehens. Götz muss zum Flughafen, den 7 Uhr-Flug Richtung England nehmen, um sich bereits heute Nachmittag wieder auf der Like zu befinden und sie ins Wasser zu lassen. Da fühlt sie sich bestimmt wieder zuhause und genießt die Freiheit nach diversen Wochen trocken vertäut an Deck eines Frachters. Als ich als Kind mal aus der Narkose aufgewacht war und Schläuche im Bauch hatte, war ich am Krankenbett festgezurrt. Ich weiß noch ganz genau wie sich das damals angefühlt hat, so angekettet zu sein. „Ich will frei sein!“ hab ich durch das ganze Krankenhaus gebrüllt, bis man mich losband und meine Mutter auf meine Hände aufgepasst hat. Keine Angst, kleine Likedeeler, Du bist ganz bald wieder frei.

 

Nicht nur Götz wird die Like wiedersehen. Auch Kai darf endlich wieder auf sein Schiffchen, nachdem er in der Karibik wegen seines Unfalls so jäh von ihr getrennt wurde. Ich muss schon sagen, ich bin extrem wehmütig. Ich möchte auch zur Like. Will sie auch begrüßen und begutachten und mich wieder in die enge Koje zwängen. Als Leni gestern am späten Abend nicht einschlafen könnend zu uns ins Wohnzimmer tappte, ließ sie dicke Korkodilstränen auf Papa tropfen, weil sie so Sehnsucht nach dem Boot hat und nicht mit hin kann. Das bricht einem dann schon noch mal das Herz. Anyway. Das Gute ist, dass wir große Chancen haben, uns gar nicht für immer von der Like verabschieden zu müssen. Auch wenn wir sie verkaufen. Wir haben nämlich einen potenziellen Käufer für sie, der sie nach Triest, Italien, legen möchte. Ganz in die Nachbarschaft des Heimathafens von der Viktoria. Und wir dürften unser Bötchen dann auch mal im Sommer von ihm chartern. Das wär ja ganz und gar obersuper. Mit der Vicky noch einmal auf Flottillenreise zu gehen. Da lachen doch unsere Herzen wieder.

 

Doch zuvor heißt es, die Like wieder in Empfang zu nehmen, sie auf hoffentlich keine Schäden zu überprüfen, die Segel wieder einzufädeln und zu hissen, ein letztes Mal die Positionslicher leuchten zu lassen und sie über den Englischen Kanal ans europäische Festland zu bringen. Wahrscheinlich erst einmal ans Ijsselmeer. Götz und Kai werden diese Etappe in dieser Woche wieder vereint tätigen. Während die Kinder und ich unseren Schul- und Arbeitspflichten nachgehen. Wie gerne würde ich jetzt mit Götz im Flugzeug sitzen. Schaue ich mir den Wetterbericht dort oben für die nächsten Tage an, komm ich dann aber doch ins Grübeln. Wie soll’s auch anders sein?! Die nächsten Tage versprechen Regen, Gewitter und Unwetter sowie den Wind von der nicht ganz korrekten Seite kommend. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Götz hat auch vorsorglich die Skiunterwäsche eingepackt. Wir erinnern uns: die Bordheizung funktioniert trotz Ersatzteile nicht. ’s wird wohl ’ne kuschelige Angelegenheit mit viel Geschaukel an Bord. Wenn ich mir dann unseren Blogeintrag von der Tour nach Dover über’n Kanal durchlese, dann bleib ich lieber doch im Trockenen und schaue mir das Ganze von meinem Wohnzimmersessel aus an. Oder vielleicht doch nicht? Ach Mensch, ich weiß es doch auch nicht!

 

Männer, kommt gut rüber, vergesst nicht, die Rettungsinsel ins Wasser zu schmeißen, sollte einer von Euch über Bord gehen. Ihr seid nur zu zweit! Ich hab jetzt schon Angst um Euch!!! Grüßt mir die Likedeeler und kocht Euch ein heißes Süppchen. Müssten noch ein paar von in unserer Vorratskammer an Bord sein. 'ne Dose Erbschen gibt's bestimmt auch noch! ;-) Guten Appetit & "Happy Channel-Crossing"! :-* *tränchenverdrück*

 

 

 

0 Kommentare

Bye bye, bye bye, meine Liebe des Lebens  (Lisa)

Heute, gut zwei Monate nach unserer Rückkehr, komme ich endlich dazu, unseren Reisebericht von unseren 6 Monaten auf See zu beschließen. Entschuldigt, wenn dieser etwas länger ausfällt ... Die Viktoria und die Jucunda sind soeben aufgebrochen, ihre Rückreise über den großen Teich zu bestreiten. Die Via ist ihnen voraus und kommt wohl wegen größerer Gegenströmung nur ganz langsam und wild schaukelnd vorwärts. Wir sitzen hier in unserem sicheren, warmen Zuhause in der Schweiz und können uns nur erinnern, wie sie sich alle gerade fühlen müssen. Stolz und gelassen, hoffentlich. Denn nach all der Zeit auf See hat man sich doch eine gewisse Kenntnis und Relaxtheit angeeignet. Vielleicht fluchend und genervt, weil es einfach nicht so vorwärts geht wie es sollte, und das Wetter einem einen Strich durch die Rechnung macht. Hoffentlich sich nicht über die Reling halten müssend und ohne unvorhergesehene Ereignisse, die einen in Angst und Seenot bringen. Daran mag ich gar nicht denken. Ihr unsere Seemannsfreunde da draußen, wir denken, hoffen und bangen mit Euch und halten alle Daumen ganz fest für Eure sichere Heimkehr! Es ist mir ganz komisch zu wissen, dass wir Euch nicht erreichen können die nächsten Tage. Jetzt weiß ich in etwa, wie sich unsere Freunde und Familien daheim gefühlt haben, als wir die ARC mitgesegelt sind ...

 

Unsere Heimkehr dagegen verlief ziemlich unspäktakulär. Allerdings nicht ohne erneute, nervige Rückschläge. Nach unserem letzten Törnstopp auf Sint Maarten, wo wir in Bobby’s Marina die wohl teuerste Übernachtung der ganzen Reise hingelegt hatten, mussten wir uns extrem schweren Herzens von der Viktoria wie von der Jucunda verabschieden. Die beiden Boote wollten weiter Kurs nach Nordwesten Richtung Kuba nehmen, hatten sie doch noch ein paar Monate mehr Zeit als wir. Wir Likedeeler mussten zurück nach Antigua, das Schiffchen für die eigene, große Überfahrt per Frachter parat machen und unsere 7 Sachen für den Flieger packen. Bei uns auf der Like blieben – glaub ich – keine Augen trocken. Besonders unser Lenchen war untröstlich. Abschiede sind auch einfach ein großer Mist. Die kann man sich auch einfach nicht schönreden. Und als wir dann von all den tollen, noch folgenden Segelberichten unserer Freunde auf deren Blogs lasen, haben hier in der Schweiz so manche Zähne geknirscht und Herzen höher geschlagen. Nun denn. Dafür muss erwähnt werden, dass unsere letzte Insel, Antigua, einfach wunderschön ist und für mich die schönste unserer Reise war. Wir segelten noch ein Weilchen um sie herum, um unseren einsamen Seemannsträumen und Schnorchelfreuden hinter der Nonsuch Bay zu frönen. Ein Ort, der eine Idylle darstellt, wie man sie sich wünscht. Diese wird nur jäh einmal am Vormittag zerstört, wenn laut grölend und bassbumpernd die Ausflugscatamarane Massen an in Schaumstoffwesten schnorchelnder Amerikaner ausspucken, die mit ihren Flossen wie an der Kette aufgeschnürt das schöne Riff umpflügen. Ein Anblick, der uns sehr, sehr schwer fiel. Nach 2 Stunden war der böse Traum dann aber wieder vorbei und wir hatten unsere Stille wieder. Für die letzte Nacht legten wir um in die Bucht der „Harmonie Hall“. Einer alten Mühle, bei der ein Künstlercafé entstanden ist. Mit Minipool, traumhafter Sicht über die Bucht, einem Ausstellungsraum für hiesige Kunst, leckerem Essen, kleinem Strand und Anleger und ganz, ganz gemütlicher Atmosphäre. Ein Geheimtipp eines Seglers, den wir nur zu gerne an Euch weitergeben. Dieser Ort ist wirklich besonders und hat unsere wunden Seelen ein wenig geölt. Doch es half alles nichts, wir mussten unsere Likedeeler umlegen in die Marina, in der wir sie aus dem Wasser heben, aufmöbeln und ausräumen mussten. Matti und Leni liehen sich kleine, laserartige Segelboote aus und machten den Hafen und die Bucht unsicher, während Götz und ich alles parat machen mussten. Gott sei Dank hatte uns die Seraphina – man trifft immer wieder auf die Segelbekanntschaften der ARC – eine Gepäckwaage ausgeliehen, sodass wir aufs Gramm genau unsere wichtigen Habseligkeiten mitkriegen konnten. Verpackt in große, blaue IKEA-Tüten mit Reissverschluss, die wir für unser Proviant benutzt hatten. Ummantelt von Unmengen an Zellophanfolie und verschnürt mit Likedeelerdünnseilen kamen unsere „Koffer“ tatsächlich wohlbehalten in Deutschland an.

 

Am Flughafen in Antigua war es soweit. Die kurzen Hosen und Sandalen mussten getauscht werden in lange Klamotten und Winterschuhe. Das war vielleicht ein Spaß! Matti und Leni waren beide in den wenigen Wochen so stark gewachsen, dass Pullis wie Hosen eine Handbreit zu kurz waren. Die festen Schuhe konnten sie gar nicht erst anziehen. Also bekamen sie dicke Skisocken an, schlüpften damit in ihre Wassersandalen und boten den übrigen Flughafengästen einen atypischen Anblick. Familie Flodder lässt grüßen! Als ich dann zwei Tage später in Deutschland in ein Schuhgeschäft mitten im Februar aufschlug, und dem Verkäufer auf die bewollsockten Wassersandalen meiner Kinder zeigend fragte, ob er uns helfen könne, war sein Erstaunen nicht unlustig. Er habe noch etwas im Ausverkauf, ging ihm über die gekräuselten Lippen. Na also, geht doch!

 

Der Flug selbst war eine mühselige Angelegenheit. Dadurch, dass wir ja die Flüge hatten kurz vor Schluss umbuchen müssen flogen wir von Antigua über Barbados über Manchaster nach Frankfurt – jedes Mal mussten wir wieder durch alle Sicherheitskontrollen –, von wo wir dann von Daggi E. im Bus nach Krefeld kutschiert worden sind. Dort warteten Götzis Mama, Onkel Max und meine Eltern auf uns. Das Hallo und die Erleichterung, uns wohlbehalten wieder in die Arme zu schließen, war groß. Ob all der Hektik und der Dinge, die es in Antigua noch zu erledigen gab, hatte ich mir gar keine Zeit genommen, mich von unseren 6 Monaten auf See wirklich zu verabschieden. Und so fiel ich, plumps, einfach wieder ins normale Leben rein. Erst ein paar Tage später ging mir der Allerwerteste dann doch auf Grundeis und ich habe ein Weilchen gebraucht, mich wieder an die Umgebung und das alte Leben zu gewöhnen.

 

Die 3 Aklimatisierungstage in Krefeld gingen vorüber. Wir trafen viele alte Freunde, erzählten viele für uns alte, für sie neue Geschichten. Ernteten viel Begeisterung aber auch Entsetzen. Jetzt wollten wir unseren Wagen, der bei meinen Eltern untergestellt war, nehmen und in die Schweiz zurückfahren. Mussten doch die Lütten am Montag wieder in die Schule. Doch als ich die Fahrertüre aufmachte wurde mir schummrig. Der ganze Innenraum war von einem leichten Schimmel überzogen. Widerlich! In so ein Auto setzt man noch nicht einmal seinen ärgsten Feind. Es hieß erneut umplanen. Götz sollte dann am nächsten Tag mit den Kindern im Zug vorfahren, während ich bei meinen Eltern auf die fachgemäße Schimmelentfernung meines Autos wartete. Und während wir die Zugfahrkarten für Götz und die Kinder buchten, verpassten wir unsere eigene Überraschungswillkommensparty in der Schweiz. Es erreichte mich ein Foto unserer Freunde mit Torte, Sekt und Banner vor unserer Tür stehen. Das war einfach alles zuviel. Jetzt schluchzte ich los wie ein Schlosshund. Was wollte das Schicksal uns eigentlich mitteilen? Konnten die schwarzen Ereignisse nicht endlich mal aufhören? Konnte nicht einfach mal etwas nach Plan laufen? Wir waren doch zurück? Verpiss Dich, Du mieser Stern über unserer Familie! Ich brachte meine Familie zum Zug und versteckte mich bei meinen Eltern ein bisschen unter der Decke. Lasst mich doch alle in Ruhe. Ich brauch erst mal ’ne Auszeit von der Auszeit!

 

Als ich dann 4 Tage später meinen Lieben in die Schweiz folgte, war er auch da. Der "große Bahnhof", den wir am Samstag noch verpasst hatten. Die Wiedersehensfreude war riesig. Hier flossen endlich mal Freundentränen! Mein Haus und meinen Garten wiederzusehen, in meinem großen Bett schlafen zu können und einen ordentlichen Latte Macchiato schlürfen zu können war eine echte Wohltat. Gut, wir mussten noch ein Weilchen vor verbretterte, kaputte Fenster als Überbleibsel unseres Einbruchs während unserer Abwesenheit hinwegsehen. Auch das Cerankochfeld war gesprungen und musste ersetzt, das Parkett ausgebessert werden. Der Windfang im Garten war zerstört, weil ihn die Einbrecher als Leiter benutzt hatten, die Rolladen waren auch alle verbogen und gingen nicht mehr runter und Kisten über Kisten warteten darauf, wieder ausgepackt zu werden. Aber – hey – was macht das schon?! Wir waren wieder zu Hause, haben den Atlantik, Gewitter, Stürme, fehlende Segelrutscher, Ankerbrüche, giftige Bäume und Ratten an Bord überlebt. So what?! So konnten wir noch ein paar Wochen weiterpröddeln zu Hause. Ganz so, wie wir es auf der Likedeeler auch immer machen mussten. Ein bisschen Karibiklikedeelerfeeling in „Prattle“. Was will man „Meer“?

 

0 Kommentare

Ankerknack  (Lisa)

Ja, wie sollen wir denn da, bitteschön, anlanden? Mit drei Erwachsenen im Dinghy, 2 wasserfesten Seesäcken – wir sind ja nicht blöd, dass es nass wird haben wir bereits geahnt – und mir, der Lisa, die sich grad die Hose und das T-Shirt vom Leib reißt. Denn bei dieser Dünung kommen wir mit dem Dinghy nicht trocken an Land. Wir warten die größtmögliche Welle ab. Götz gibt Vollgas während der große Mathi von der "Viktoria" und ich ins Wasser springen und die "Lütje Like" so schnell es geht auf den Strand ziehen. Doch, wie soll's auch anders sein, Mathi und ich waren zu langsam. So können wir nur noch zusehen, wie sich eine übergroße Welle genau über den sich duckenden Götz erhebt – als ob das Ducken etwas helfen würde ... –, ihn verschluckt und ihn mitsamt dem Dinghy und dessen Inhalt komplett flutet. Kurz bin ich nicht in der Lage, die Lütje Like weiterzuziehen, so sehr muss ich lachen und halte mir den (nicht vorhandenen) Bauch. Aber da kommt schon der nächste Brecher. Auf, auf! Keine Zeit zu verlieren. Raus mit dem Schlauchboot. Hau ruck! Geschafft. Jetzt noch das Schlauchi umdrehen, damit es vom Wasser befreit wird, und es über die kleine Düne auf die andere Seite der Sandzuge schleppen. Denn dort erwartet uns ein Salzwasserteich, den wir einige Meilen zur Hauptstadt von Barbuda überqueren müssen. Leider ist dieser Teich so groß und der Wind so heftig von gegenan, dass sich weitere Wellen auftürmen, sodass wir jetzt alle drei komplett begossen werden. Klatsch, klatsch, klatsch, auf und ab. Doch es ist warm und wir drei fühlen uns wie die großartigen Abenteurer auf dem Weg zu den unromantischen Behörden Barbudas.

 

Dort angekommen versuchen wir uns zu trocknen, sofern dies irgendwie geht, und begeben uns zum 1. von 3 über die Stadt verteilten Büros zum Ausklarieren unserer Boote. Das Leben scheint gemütlich zu sein in Barbuda. Keine Touris, keine bunten Stände, keine Souvenier-Läden. Einfach nur friedliches, ungehetztes Leben, streunende Hunde und Schulkinder mit ihrer Schuluniform, denen wir begegnen. Niemand steht an beim Einklarieren. Alles geht sachte und locker vor sich. Da sollten sich so manche Stellen der übrigen Karibik mal ein Beispiel dran nehmen. Lässig schlendern wir zur zweiten Station, als unsere Handfunke einen Funkspruch loslässt: "Vicky an Mathi, Vicky an Mathi. Wir haben ein Problem. Der Anker ist gerissen. Mama motort gerade vom Riff weg und Noah sucht nach dem Notanker. Wir sind gerade alle ziemlich nervös und am Schwitzen. Könnt Ihr kurz kommen?" Ähhh, was ist denn das schon wieder für eine Hiobsbotschaft? Ankerkette gerissen auf der "Viktoria"? Die arme Mama Sandy mit allen 4 Kindern an Bord! Hoffentlich hält die Likedeeler und reißt sich nicht auch noch los. So'n Mist! Und wir brauchen mindestens 40 Minuten, ach was, länger, bis wir dort hinkämen. ... Unsere kurze Lagebesprechung ergibt, dass wir unser Ausklarieren fortsetzen müssen. Wir können nicht länger auf der Insel bleiben. Das Wetter wird schlechter, die Ankerplätze unsicher. Und ohne auszuklarieren kommen wir nicht weg. Außerdem ist auf unsere Kinder Verlass. Wenn Noah das geregelt kriegt mit dem Notanker, dann haben wir ein wenig Zeit gewonnen. Allerdings müssten wir vor Sonnenuntergang den alten Anker heben. Schaffen wir das? Da erreicht uns der 2. Funkspruch: "Zweitanker hält! Wir beruhigen uns. Die Likedeeler liegt ruhig da. Also erste mal alles OK." Puh. Wir atmen auf. Ich möchte nicht in des großen Mathis Haut stecken. Da gerät seine Familie in Seenot und er kann nicht helfen. Doch Gattin Sandy wäre nicht Sandy, wenn sie es nicht in den Griff bekäme. Sie hat schon ganz andere Situationen gemanagt. Hut ab dafür!

 

Nach 2 weiteren Bürorunden quer durch die Stadt jagend und mit allen nötigen Stempeln sitzen wir nun im Dinghy mit Rückenwind. Das macht schon viel mehr Spaß. Aber wir fühlen uns gehetzt. Hau-Ruck erneut, die Lütje Like über die Düne schleppen und schon stehen wir vor dem nächsten Problem. Die Wellenbrecher sind nun noch größer als die vom Vormittag. Wir können uns beim besten Willen nicht vorstellen, wie wir die Lütje Like und uns darin über die Brandung kriegen. Jetzt stehen wir da. Die Kinder und Sandy vom Boot aus winkend und wir wie die Bekloppten auf das Meer starrend und uns Strategien überlegend, wie das Meer mit unserem Dinghy zu zähmen ist. "Jede 7 Welle ist groß, hab ich mal gehört", schlägt Mathi vor. Wir zählen. 1, 2, 3 ..., ja, stimmt genau. Die 7. Welle ist groß. Danach folgt eine etwas kleinere und dann nur noch Miniwellen. Naja, von Miniwellen kann man zwar nicht sprechen. Aber es sind wenigsten Wellen, die wir vielleicht nehmen könnten. Wir zählen weiter. Schleppen das Dinghy den Strand hinunter zu einer vermeintlich optimaleren Einstiegsstelle, machen uns nackig (also, fast nackig), fassen unseren ganzen Mut zusammen, und schmeißen uns, die Lütje Like vor uns her drückend und ziehend, in die Wellen. Jetzt heißt es superschnell rein und den Motor auf Anhieb anschmeißen. Yes! Geglückt. Der Motor surrt. Mit Vollgas düsen wir aus der Dünung Richtung Viktoria ab und schaffen es sogar noch bis zum Sonnenuntergang uns sicher umzuverlegen. Sandy bekommt erst einmal ein ganz großes Bier in die Hand gedrückt und die Kinder einen Fruitpunch. Sie haben sich so toll gehalten bei all dem Stress und die Gefahr gemeistert. Da kann man schon ein bißchen stolz sein. Auch wenn man getrost auf diese Erfahrung verzichen könnte.


In der Nacht mag ich kaum schlafen. Ständig denke ich, dass unsere Likedeeler sich auch losreißt. Doch die Kette hält und am nächsten Morgen machen wir uns ganz früh auf zu unserem nächsten und letzten Inselstopp auf unserer Reise. Zu überdoof nur, dass wir erst nach unserem Stopp auf Barbuda erfahren, dass dort gerade eine große Kolonie von Fregattvögeln zum Brüten angelandet ist. Man kann sie mit Vogeltourtaxibooten besuchen und die Nester wie die Kleinen bestaunen. Ein Ereignis, dass sogar Erwachsene schmelzen lässt und das nur einmal im Jahr stattfindet. Nämlich genau dann, wenn uns der Anker reißt ...

 

0 Kommentare

Hai in Sicht!  (Lisa)

Wir haben es uns wirklich mal verdient, meine ich doch. Ein bißchen Frieden, ein bißchen Freiheit, ein bißchen Relaxtheit und eine gute Runde Durchatmen nach all den Wirrungen der letzten Wochen und den wenigen Tagen, die uns auf der Likedeeler noch bleiben.

 

Die Schreckensnachricht von Kai haben wir halbwegs verdaut und so planen wir einen Ausflug mit der Viktoria nach Barbuda zu einem weiteren "Horseshoe Reef", einem Traumriff, in dem man Ankern und wunderbar schnorcheln können soll. "Fahrt nur ins Riff bei gutem Wetter, klarer Sicht und Sonne von hinten", hören wir von den Seglern rundum. Das Wetter ist uns hold, und so platzieren die Kinder und ich uns mit braun-gläsernen Sonnenbrillen, die die Riffe besonders gut erkenntlich machen sollen, am Bugkorb. Ein ruhiger, lässiger Käptn Götz hält das Ruder sicher in der Hand und wartet auf unsere Richtungsbefehle. Die Likedeeler bahnt sich ihren Weg Stück für Stück durch die kleinen vorgelagerten Riffe und Felsen im Wasser. Die Idylle, in die wir fahren, ist wie versprochen einfach atemberaubend und karibik-kitsch-typisch. Endlich angekommen, schmeißen wir den Anker und schnappen uns die "Lütje Like", unser Beiboot, um noch näher ans Riff heran zu kommen und es zu beschnorcheln. Hier passiert eine Sensation, die mir vor Augen hält, was für einen großen Entwicklungssprung unsere beiden Lütten breits bei der Reise getan haben. Matti, der oft mit ein wenig Scheu vor Haien und Baracudas ins Wasser gehüpft ist, kann sich nicht halten, als ich ins Wasser springe, um das Dinghy zu befestigen, und feststelle, dass genau unter unserem Bötchen ein Riffhai liegt. "Ein Hai, direkt unter'm Dinghy", rufe ich. Sekunden später platscht ein schnorchelnder Matti neben mir ins Wasser, doch leider genau auf den Hai, dem diese Aufruhr zu nervig ist, sodass er sich schnell vermacht, noch bevor Matti ihn ausmachen kann. Wir werden dennoch haientlohnt. Denn als wir gemeinsam am Riff entlang schnorcheln, machen wir neben Muränen und einem Oktopuss, der sich mit dem Hinterteil in eine große Muschel gezwängt hat, einen weiteren, dösenden Riffhai zwischen den Korallen aus. Lange können wir ihn betrachten, um ihn herum schnorcheln und ihn bestaunen. Der Hai pennt einfach weiter. Die Kinder und wir Erwachsenen beenden beseelt unsere Schnorcheltour, als uns allen einfach zu kalt wird.

 

Einen Tag später folgt uns die Viktoria ins Riff. Es ist immer wieder toll, mit Freunden vor Anker zu liegen und Hummerspaghettis zu futtern. Leider wissen wir, dass unsere gemeinsamen Tage gezählt sind. Am nächsten Morgen wollen wir früh aufbrechen. Müssen wir doch ein ganzes Stück um die Insel segeln, um dann eine abenteuerliche Reise zur Inselhauptstadt zu machen, um dort auszuklarieren. Also dem Zoll und der Einwanderungs- bzw. Auswanderungsbehörde einen Besuch abzustatten. Das Wetter ist suboptimal. Der lange Schleichfahrtsweg, den wir bei der Einfahrt genutzt haben, nicht gut zu erkennen. Aber wir haben tags davor beobachtet, wie andere Schiffe eine kürzere Strecke aus dem Riff gefahren sind. Unser Blick auf die Seekarte verrät eine sichere und steinfreie Ausfahrzone, sodass wir uns trotz fehlender Sonne mit der Viky im Schlepptau auf dem Weg machen. Dass die Viky auf ihren elektronischen Seekarten diverse Steine eingezeichnet hat, und die Crew dort Blut und Wasser schwitzt, als wir uns unseren Weg suchen, erfahren wir Gott sei gedankt erst später. Die Kinder sitzen anfangs noch auf dem Baum und halten Ausschau, bevor sie von unvorhergesehen hohen Wellen dort verscheucht werden und die Like stampfend  ins Wellental klatscht. Ich stehe am Bugkorb, klammere mich an die aufgerollte Fock und meine Beine werden immer wieder bis zu den Knien von meterhohen Wellen umspült. Eine Achterbahnfahrt ist nichts dagegen. Jetzt wird auch mir mulmig und ich kann nur hoffen, dass die Steine, die ich unter Wasser im zu kurzen Moment ausmache, tief genug unter der Like liegen. Umdrehen ist nicht möglich. Der Kanal ist zu schmal. Also Augen gaaanz weeeit auf und durch. Mein Puls wird schneller. Ich drehe mich zur Vicky um und sehe einen kalkweiß-bleichen Mathi (Papa von der Vicky-Crew), der sich ebenfalls schwitzend an dessen Fock klammert und aussieht, als schicke er ein Stoßgebet nach dem anderen gen Himmel. Aber unser Käptn Götz hat wie immer die Ruhe weg. Und irgendwann ist er da. Der Wendepunkt hinter den Riffen und Felsen, der der Likedeeler und der Viktoria ungetrübte Freiheit verspricht und dem großen Mathi beweist, dass es wohl einen Gott gibt. Ich krabbele auf allen Vieren zurück in die Plicht und muss erst einmal durchatmen. Zwei Stunden später machen wir an einer langen Sandzuge vor Anker fest. Götz, der große Mathi von der Viky und ich besteigen das Dinghy, um zur Hauptstadt von Barbuda zu fahren. Mama Sandy und unsere 4 Kinder bleiben an Bord der Viky und halten Ankerwache. Eine Entscheidung, die wohl die beste von der bisherigen Reise war. Aber davon in meinem nächsten Bericht ...

 

0 Kommentare

;-) Ach so... dass hätte ich fast vergessen ...

... Dagmar Engel wollte, dass wir in unserem Blog ihren Namen erwähnen ... SO, jetzt habe ich ja den Namen erwähnt.  ;-)   (Leni)

0 Kommentare

Sumpftour Teil 2  /  Termitenbau  (Leni)

Wir fahren durch die Brücke, und was sich dahinter versteckt verschlägt uns allen regelrecht den Atem. Das Vogelgezwitscher, das klare Wasser und die Natur. Wir fahren langsam aber auch schnell durch das klare Wasser, in dem ich auch schon den ersten Fischschwarm erkenne. Matti sagt Mama, dass sie unseren Führer fragen soll, ob es auch Schlangen hier gibt. Früher gab es haufenweise Unterwasserschlangen, aber die letzte wurde vor fünf Jahren gesichtet. Normale Schlangen, die in Bäumen leben, siehst Du mit ein bißchen Glück ... Vielleicht werden wir auch noch eine sehen.

 

Während wir links abbiegen, fotografiere ich die schönen, mit Bäumen bewachsenen, ehemaligen Vulkane und unser Führer erzählt Mama und Papa irgendetwas. Matti schaut sich ganz interessiert um. Ich denke, er sucht nach Schlangen. Ich entdecke etwas, das so aussieht wie ein großer Klumpen Erde in einer morschen Astgabel. Ich sage Mama, dass sie bitte übersetzen soll, was das ist. Das ist eine Art Ameisennest, das sich Termitenbau nennt. Die Terminten haben den Bau verlassen. Das sieht man daran, dass direkt oben an dem Bau kein Knubbelweg ist. (Ich verstehe nicht richtig, was ein Knubbelweg sein soll.) Ich knipse ein bis zwei Fotos vom Termintenbau. Unser Führer sagt, dass ich noch ganz viele andere Fotos von anderen Termitenbauten machen kann. Und tatsächlich! Ich kann noch ganz viele andere Fotos von sogar lebenden Termitenbauten machen. Ich sehe jetzt auch, was ein Knubbelweg ist: Ein Knubbelweg ist eine Wölbung, die in der Baumrinde ist.

 

Die Ruderfahrt dauert sehr lange. Auf einmal sehen wir hinten etwas weißes von einem Ast hängen. Bald sind wir in der Nähe von dem weißen Ding. Jetzt erkennen wir, was es ist: Es ist ein Skelett an einem Henkersstrick, dem ein Bein fehlt! Ich möchte Mama gerade fragen, ob sie mir übersetzten kann, wofür das ist, aber Mama scheint Gedanken lesen zu können. Denn sie fragt schon etwas. Dann sagt sie uns: "Das Skelett war für die Filmaufnahmen zu "Fluch der Karibik" hingehangen worden. Später wollten sie das nicht mehr abhängen." (Szene: In dem Jack Sparrow seine Ex besucht, und die gibt ihm dann das "Glas voll Dreck".)

 

Hier neben dem Skelett am Ufer wurde für den Film auch ein alter Friedhof nachgeahmt, der beim letzten Hurricain jedoch weggespült wurde. Das Skelett ist natürlich NICHT echt. Du siehst hier auch die Schrauben in dem Skelett. Hinter dem Skelett ist eine Flussabzweigung, in der rechten geht es zu einem nahe gelegenen Kai. Nach links ist eine dunkelere Ecke mit dichtem Gestrüpp und weiteren Kais und ich kann ein kleines Dach erkennen. Dort fahren wir später noch rein. Erst einmal wird am nahen Kai angelegt. Hinter dem Kai ist eine schöne Treppe in einen großen Stein reingemeisselt. Wir gehen hoch und dort ist eine schöne Bar, an der überall Skatblätter angenagelt sind. Diese Bar war ebenfalls Drehort einer Dschungelbar für Fluch der Karibik. Wir lassen unsere Sachen dort und brechen zu Fuß auf durch den Dschungel zu einer Farm.

 

Wir laufen einen gut gepflegten, dünnen Schotterweg entlang. Wir laufen den halben Weg zurück, den wir mit dem Ruderboot hingefahren sind.

 

Weil es 10 Uhr morgens ist, sind keine anderen Besucher da. Ich lausche dem Vogelgezwitscher. Die Vögel scheinen alle schon hellwach zu sein. Sie zwitschern laut, leise, schnell, langsam, im Takt und auch aufgeregt. Schließlich kommen wir an einem großen, lebenden Termitenbau an. Ich hole natürlich wieder den Fotoapperat raus und knipse 3 Fotos. Wir gehen weiter. Links, rechts, rechts. Und danach eine gefühlte halbe Stunde geradeaus. Auf einmal endet der Schotterweg ...

 

Ich hoffe, Dir hat der Blogeintrag gefallen. Wenn Du etwas nicht verstanden hast oder noch eine Frage hast, dann schreibe es bitte in die Komentare. Ich werde Dir so bald es geht zurück schreiben.

Der nächste und letzte Blogeintrag "Schöner, großer Garten und Hexenhaus" wird bald auch noch folgen.

 

4 Kommentare

Himmel und Hölle  (Lisa)

Himmel und Hölle liegen doch manches Mal sehr nah beieinander. So langsam wird es Zeit, ein Fazit unserer Reise zu ziehen. Nun sind es noch 3 Wochen, bevor wir wieder zurück nach Europa fliegen. Und, was soll ich Euch sagen? Ehrlich, ganz ehrlich? Ich freu mich wie Bolle auf Zuhause. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich gerade meine pessimistischen Tage habe, denn ich hab gehörig die Schnauze voll von unserer Reise. Durch und durch – mit Ausnahme der Weihnachts- und Neujahrestage – lagen so viele Steine in unserem Weg, dass mir das Langzeitsegeln mit all seinen Farcetten keinen Spaß (mehr) macht. Nach dem letzten Gau mit unserer Crewvergiftung folgte der Supergau. Unser an die "Jucunda" ausgeliehene Kai, der dort für 2 Wochen den 2. Kapitän geben sollte, hatte  einen bösen Unfall, bei dem er sich den Fuß und das Bein so stark verletzt hat, dass er nach Deutschland zur OP ausgeflogen werden musste. Das ist uns und vor allem der Jucunda Crew ganz schön ins Mark gegangen und machte unserer Restkaribiklaune ordentlich den Garaus. Wir sind noch am Verdauen dieser Nachricht und wünschen Kai weiterhin ganz, ganz dolle gute Besserung und viel, viel Galgenhumor, was seine abrubte Abreise anbelangt. Komm ganz bald wieder auf die Beine, weißer Kai!

 

Als Folge des ganzen Schreckens mussten wir restlichen Likedeelers unsere Routen- und vor allem Zeitpläne umstricken. Wollten doch eigentlich die Kinder und ich Mitte Februar gen Heimat fliegen und die Männer im Anschluss die Likedeeler für die Rückreise und die Zwischenlagerung klar machen, so müssen letzteres wir Bojes gemeinsam und noch vor unserer Abreise Mitte Februar erledigen. Zusätzlich schaffen wir es mit der verlorenen Zeit und ohne 2.-Kapitän nicht mehr zu unserem eigentlichen Abflug- und Likedeeler-Liegenlass-Ort, weshalb wir eine neue Insel und neue Flüge organisieren mussten. Und das in der Karibik, wo stabiles, halbwegs schnelles Internet eine Rarität ist und selbst unsere Mobiltelefone oftmals unnütz sind, und man auf ihnen dann weder telefonieren noch erreicht werden kann. ...

 

Joa, so ging es in den letzten Tagen ganz schön rund. Kummer und Sorgen sowie den ganzen Rückreisestress wollen wir nun endlich hinter uns lassen, was uns jedoch echt schwer fällt. Jetzt scheint unsere Abreise organisiert und uns bleiben noch ein paar wenige, kostbare Tage in der Karibik. Aber so wirklich glaube ich nicht mehr an ein Happy End unserer Segelreise. Dafür war sie zu ereignisreich. Ich bin obergespannt, für was das Ganze gut war und wie ich in ein Paar Jahren mit genügend Abstand über unsere Tour denke. Heute fiele es mir ernorm schwer mich zwischen Himmel und Hölle für den Himmel zu entscheiden.

 

4 Kommentare

Girls just wanna have fun!  (Lisa)

Nach dem Schock mit dem Pfeilgiftbaum brauchen wir Erholung. Wir segeln nach Guadeloupe, wo Matti zusammen mit Liv von der Viktoria einen Tauchschein machen kann, und Leni und ich uns 2 Nächte in einem schönen Hotel eingebucht haben. Mal 2 Tage nur wir zwei Mädels in großen Betten mit echter Süßwasserdusche und einer Massage anstelle von blauen Flecken an Bord. Vielleicht gehen wir ja auch mal ins Städtchen. Ja, so soll es sein. Wir packen unsere sieben, wenigen Sachen in unsere Taschen und los geht's mit dem Bus ins gut 1 Stunde entfernte Hotel. Die Busfahrt ist bereits ein Abenteuer. Die Insel eine typische, bunte und leider verrottete und ärmlich erscheinende Karibikwelt, deren Bewohner jedoch durch die Bank weg immer wieder sehr freundlich, hilfsbereit und unkompliziert sind. Nach knapp 3 Stunden erreichen wir endlich durchgeschlaglochschüttelt und dringend auf die Toilette müssend das Hotel. Unser Zimmer ist ein Eckzimmer in der obersten Etage mit Meerblick. Und mehr Meerblick wie dort kann man wohl kaum haben. Wir schauen über die hübsche Hotelanlage mit Lagune und blau belechtetem Pool. Durch alle Fenster sehen wir Wasser, Palmen und die gräulichen Ränder der anderen Insel gegenüber. Einfach herrlich. Jetzt muss erst einmal der Willkommenscocktail her. Schmeckt auch köstlich, auch schon vor Sonnenuntergang. Leni und ich sind sehr zufrieden. Endlich!

 

Nach ein Paar Runden in Pool und Meer geht es zum lecker Essen mit seichter Briese in einem blockhütten-artigen Restaurant. Am Abend liegen wir gemütlich und glücklich in unseren Betten. Leni hat sich auf ein einfaches Bett direkt vor dem Balkonfenster geworfen. Ich mich ins King-Size-Bett, das zwar gemütlich, mir dann aber doch viel zu groß und leer erscheint. Während Leni leicht vor sich im Schlaf hin säuselt drehe ich mich von rechts nach links und von links nach rechts und weiß einfach nicht, wie ich einschlafen soll. Ich stelle mich noch einmal auf den Balkon und betrachte den Sternenhimmel und das schwarz-weiß glitzernde Meer. Als ich an Lenis Bett vorbei komme, lege ich mich neben sie, um sie noch einmal zu schnuppern und zu knuddeln, bevor ich mich wieder in meinen Betttempel zurückziehe. Doch soweit komm ich erst gar nicht. Eng an Leni gekuschelt schlafe ich prompt ein. Am nächsten Morgen staunt Leni nicht schlecht, als sie mein Bett leer vorfindet und sich kaum in ihrem eigenen Bettchen umdrehen kann, weil da ihre große Mama mit drinliegt. Siehst Du, Leni, so fühlt man sich als Eltern, wenn sich nachts einfach ungebetene Gäste einschleichen. Ist das nicht herrlich?! Wir beschließen, die eine Hälfte vom großen Bett später neben Lenis Bett zu schieben, sodass wir in der zweiten Nacht mehr Platz haben und dennoch zusammen knuddeln können. Und das vor dem Computer, auf dem ein Mädel-Schnulz-Film läuft, und Abendessen vom Zimmerservice mitten ins Bett hinein. Wie wunderbar. Genau so machen wir es. Jedoch gilt es erst einmal, den Tag zu bestreiten. Massage, ein wenig Shopping in der wirklich nicht schönen und heute nur für die Kreuzfahrtschiffe aufgeplüschten Hauptstadt, Zankpatience-Spielen und Jetskifahren stehen noch auf dem Programm. Das Jetskifahren ist der Hammer. Leni sitzt hinter mir und hält sich feste fest, während wir mit viel zu viel Gas über die Wellen donnern und unsere Popos ständig große Hüpfer machen. Wir jauchzen beide und freuen uns diebisch, dass wir so einen völlig sinnlosen, die Umwelt belastenden Jetski unterm Allerwertesten haben, ohne dass Götz, der die Dinger hasst wie die Pest, mit schüttelndem Kopf neben uns steht. Manchmal tut es einfach gut, Quatsch zu machen. Nachtmittags ruft Götz uns an und erklärt uns, dass am Sonntag in Guadelpoupe keine Busse fahren. Aber Sonntag ist unser Hotelabreisetag. Wie kann das sein? Wie kommen wir zurück zum Boot? Zug gibt es keinen. Fähren gibts auch nicht. Und tatsächlich, nach Geschäftsschluss schon am Samstag Nachmittag fahren bis Montag früh keine Busse auf der Insel. Ist nicht nötig. Da soll man sich aussruhen, erfahren wir. Das Taxi mit Wochenendtarif kostet 120.- Euro. Die Hotelzimmer von Sonntag auf Montag sind alle ausgebucht. Kurzerhand bietet Götz uns an, sich einen Mietwagen zu nehmen und uns abzuholen. Super! Da sind wir echt dankbar und finden noch raus, dass es am Sonntag eine Kanupaddeltour in die Mangroven mit Wasserbarbeque gibt, zu dem ein Pärchen vom Hotel hinwollte und uns so die halbe Strecke zurück zum Boot mitnehmen könnte. Kurzerhand entschließen Leni und ich uns, mitzupaddeln und dafür schon um 7 Uhr morgens aufzustehen, um rechtzeitig das Hotel zu verlassen. Die Kanutour ist der Hammer. Ich weiß bereits vor Buchung, dass meine Arme am Abend einen halben Meter länger und mein Bizeps 30% dicker geworden sein werden. Aber die körperliche Erschöpfung wird festlich entlohnt. Zwischen bzw. durch die Mangrovenwälder zu paddeln und sehr Vieles über die hiesige Natur zu erfahren ist wirklich aufregend. Unsere Kanu-Mitfahrer sind allesamt sehr nett und wir picknicken wirklich Mitten im Meer auf einer Sandbank, auf der wir bis zu den Knien im Wasser stehen. Eine Hütte mit Tischen und Bänken sowie ein Grill bietet Gemütlichkeit beim Futtern. Und während die Mahi Mahi Pfanne zubereitet wird, schnorcheln wir ein wenig nach links und nach rechts. Der Tourenguide wird uns noch verschiedene Vögel, Seegurken, Seeigel und Co zeigen und einen Kugelfisch mit der Hand fangen, der sich natürlich in Null-Komma-Nix aufbläst und dabei unglaublich niedlich aussieht. Dann schwimmt er schnell von uns weg und versteckt sich im Seegras zwischen den Mangroven.

 

Lenis und mein Mädelwochenende geht zu Ende. Unsere Männer warten bereits am Anleger auf uns. Matti plappert aufgeregt von all seinen Taucherfahrungen, die er beim Kurs erlebt hat. Die Likedeeler hat uns Mädels wieder und am nächsten Tag bestehen Matti und Liv mit Bravour ihren OWD-Tauchschein. Wäre da die traurige Sache mit Kai nicht gewesen, es wären zwei richtig tolle Tage gewesen ... (Fortsetzung siehe "Himmel und Hölle")

 

3 Kommentare

Wir kotzen im Kreis – Wort-wörtlich  (Matti)

Wir liegen an einer kleinen Insel in einer Bucht vor Anker.
Die Insel ist bedeckt mit Wald.
Die Viktorias haben uns zu einem Grillfest mit anderen Freunden eingeladen.
Die Viktorias haben ein paar Mal harpuniert und sechs Lobster gefangen.
Die Kinder von der Viktoria (Noah und Liv) und Leni und ich gehen also in einen Wald und machen schon mal das Feuer an.
Es klappt super.
Wir holzen einen geraden Baum ab und wollen daraus Stöcke für das Stockbrot machen.
Da der Stock noch so frisch ist, ist da noch der Baumsaft dran.
Ich denke mir aber nichts dabei und schnitze fröhlich vor mich hin.
Habt ihr schon mal was vom "Marchinelbaum" gehört?
Ach, egal. Das muss man ja nicht wissen.
Wie gesagt, wir machen ein fröhliches Essen mit selbst gefangenen Fisch und Lobster mit einem romantischem schönem Lagerfeuer.
Kurz nach dem Essen klagt Liv, dass sie Bauchschmerzen hat.
Alle denken, dass sie einfach was Schlechtes gegessen hat.
Bald klagt auch Marlene über Bauchschmerzen.
Wir denken immer noch, dass was Schlechtes im Essen war.
Als wir wieder auf dem Boot sind, klagt Leni über schlimme Bauchschmerzen.
Mama kriegt auf einmal auch dolle Bauchschmerzen.
Papa füttert Mama und Leni mit Poridge, Tabletten und Tee.
Dann geht es ihnen aber nach zwei mal übergeben schon besser.
Das ist echt seltsam.
Papa und ich überlegen, was es gewesen sein könnte.
Wir glauben, dass es das Stockbrot war.
Leni geht ins Bett und pennt kurz darauf ein.
Da wird mir um ein Uhr morgens aufeinmal ganz doll schlecht.
Ich übergebe mich in der Nacht ganze elf mal!
Wie Mama und Leni werde ich jetzt auch mit Medikamenten gefüttert.
Über Funk wissen wir, dass es den anderen Booten genau so geht.
Wir überlegen also um vier Uhr nachts über Funk, was es gewesen sein könnte.
Wir kommen auf das Ergebnis, dass es der Stock mit dem wir Stockbrot gemacht haben es sein muss.
Also geht Mathi (von der Viktoria) nachts noch rüber und holt Blätter von dem Baum, um der Giftnotzentrale von Deutschland die Lage zu erklären und ihnen zu sagen wie das Blatt aussieht.
Wie wir über Funk mitbekommen, haben wir den GIFTIGSTEN BAUM DER WELT ERWISCHT!!!
Wie bescheuert ist das den bitte!?!
WAS IST DASS DENN!
WIR HABEN MIT DEN GIFTIGSTEN BAUM DER KARIBIK ERWISCHT!!!
Und wir wissen auch das Wichtigste: Wir können nicht sterben, wenn wir nich zuviel davon gegessen haben!
Das wollten wir hören, denn wir haben nicht viel davon gegessen!😀😀😀
Da sind wir froh.
Nach zwei Tagen Bauchschmerzen und Kotzen haben wir es geschafft und sind wieder gesund!

1 Kommentare

Paradiesapfel

Ja, die Karibik kann wirklich sehr schön sein. Wir wollten noch mehr von den idyllischen Inselchen wie bspw. auf den Tobago Cays besuchen und wurden fündig. Eine der Iles de Saintes ist unbewohnt, klein, tourilos und wunderbar zum Schnorcheln geeignet. Als wir in die Bucht einfuhren, trafen wir unverhofft auf unsere Freunde von der Viktoria. Das musste gefeiert werden. Die Vicky und ein anderes Boot hatten tagsüber fleißig Fisch und Hummer harpuniert und der Strand lockte mit einem Lagerfeuer- und Grillplatz. Es fehlten nur noch eine große Schüssel Couscous und der Stockbrotteig und schon konnte es losgehen mit unserem Robinson Crusoe Abend. Einfach mit Freunden entspannen, grillen und die Karibik genießen. Hach, was geht es uns doch endlich gut, ging es mir durch den Kopf.

 

Plötzlich klagte Lenis Freundin über Bauchschmerzen und ließ sich zum Boot zurück bringen. Unserer Laune tat das keinen Abbruch und wir anderen feierten, bis wir tot müde waren.

 

Also alles zusammengepackt und ab in die Kojen. Kaum waren wir dort angekommen, klagte Leni über Bauchschmerzen. Matti rannte aufs Klo und hat bösen Durchfall und ich übergab mich mit größtem Schwall über die Reling. Mann, oh Mann. Was war denn das? Was hatte uns denn da auf den Magen geschlagen? Während ich mir noch die Spucke aus dem Gesicht wusch, klingelte mein Handy. Die Viktoria war dran und erkundigte sich nach unserem Befinden. Deren und dem dritten Boot ging es nämlich genauso wie uns. 10 von 12 Leuten ließen alles raus, was sie in ihrem Verdauungstrakt hatten. Fieberhaft wurde kombiniert. Was war des Übels Wurzel? Der Fisch superfrisch und definitiv ungiftig. Das Couscous ebenfalls frisch und gut. Der Stockbrotteig gerade erst hergestellt. Dennoch, die Leute, die sich übergeben mussten, hatten alle Stockbrot gegessen. Kombiniere, kombiniere: Vielleicht lag es am Stock. Vielleicht war der ungenießbar. Matti erinnerte sich: "Der war ganz schön klebrig, als ich ihn angespitzt habe und hatte eine milchige Flüssigkeit." Mutter Sandy wurde es heiß. Wolfsmilchgewächs. Hoch giftig. Oh Gott! Mathi von der Vicky paddelte erneut rüber zur Insel, griff sich einen Ast und rief in Deutschland die Giftnotrufzentrale an. BINGO! Der Stock kann was! Der Baum, von dem wir die Grilläste geschnitten hatten, ist bekannt als Manchinelbaum oder auch als "Äpfelchen des Todes". Er ist der giftigste Baum der WELT! Die Indianer nutzen ihn als Pfeilspitzengift und Marterbaum. Sucht man bei Regen Schutz unter seinen Blättern, verbrennt einem der über seine Blätter gelaufene Regen die Haut. Bekommt man Rauch von verbranntem Holz in die Augen, erblindet man, erfuhren wir. Isst man die kleinen Äpfel, kann die Dosis tötlich sein. Aber was ist, wenn man den Saft des Baumes "isst"? Kurze Panik auf den Booten. Kurze Überlegung, ob wir das jetzt alle überleben, ob wir geradewegs ins Krankenhaus müssen. Doch die gute Ärztin aus Deutschland gibt Entwarnung. Wenn wir uns alle gehörig ausgekotzt hätten, dann sollte es eigentlich wieder gut sein. Unsere Magen-Darm-Schleimhäute würden arg belastet. Aber mit Kohletabletten, Haferschleim, Elektrolyten und Milchsäurebakterien sollten wir recht bald wieder auf dem Damm sein.Ich muss schon sagen. Unsere sporttaschengroße Boots-Notfallapotheke gibt einiges her. Alles ist da und einsatzbereit und endlich hat sich diese superteure Investition gelohnt. Während es uns peu a peu besser geht, beginnen wir, unsere Boote und Betten zu säubern.

Das alles macht doch keinen Spaß, sag ich Euch! Lasst die Finger weg vom Manchinelbaum (s. Foto) und spielt nicht Robinson Crusoe, wenn Ihr unter modernen, europäischen Bedingungen aufgewachsen seid. Wir sind nichts für die Wildnis, lerne ich. Noch nicht mal für die harmlose. Wir sind völlig doofe, naive Touris, die sich von Kugelfischen stechen, von Feuerfischen berühren und von Apfelbäumen töten lassen. Fehlt nur noch, dass uns die Muränen einen Finger abbeißen. Soll es auch schon gegeben haben.

 

Vom Paradiesapfel hab ich jedenfalls gestrichen die Schnautze voll. Äh, nee, "leer", meine ich natürlich.

 

3 Kommentare

Sumpftour / Teil 1  (Leni)

Muuuaaaaaa!!! ( gähn ) guten Morgen. Ich wurde gerade von Mama geweckt. Es ist sechs Uhr morgens. (11 Uhr  in der Schweiz). Ich überlege für kurze Zeit, wieso Mama mich geweckt hat, und warum ich auf dem Sofa schlafe. Dann fällt es mir wieder ein:
Ich schlafe auf dem Sofa, weil ich vor ein Paar tagen krank geworden bin und ich Matti nicht anstecken soll. Und Mama hat mich geweckt, weil wir heute eine Sumpftour machen.
Ich ziehe mich an. Papa muss ich oft dran erinnern, dass ich mein „Sofabett" aufräumen soll.
Nach dem ich das Bett aufgeräumt habe, mache ich mir ein Müsli, weil wir ziemlich spät drann sind. (Ich gähne immer noch.) Nachdem ich das Müsli aufgegessen habe, ziehe ich mir schnell meine Handtasche und meinen Sonnenhut an. Und raus. Puh. Fertig (gähn). Matti ist schon fertig. Mama ist gleich fertig. Dann fällt mir ein, dass ich noch eine Regenjacke brauche. Also wieder runter ins Boot. Ich stopfe die Jacke in die Tasche von Mama. Jetzt sind auch Mama und Papa fertig. Wir funken unseren Fahrer an dass er kommen soll. Ein paar Minuten später kommt er. Wie immer auf seinem geliebten "Cobra"-Boot und mit seinem Brasilianischen Fussballtriko von „Kaká". Er bringt uns zu dem Steg, auf dem wir alle in ein Ruderboot umsteigen, weil man auf der Sumpftour nur mit einem Ruderboot fahren darf, weil es ein Naturschutzgebiet ist. An einer Wand stehen verschiedene Namen, von den verschiedenen Leuten, die mit ihren Booten in der Bucht rum fahren und dir Sachen verkaufen. Ich enddecke auch den Namen Cobra darunter. Die schrift Cobra wurde sehr schön geschrieben:
Alles in Pechschwarz und das C war eine Cobra, die ihren Oberkörper so geformt hat wie ein C. Die Schwanzspitze endet am R. Auf einmal fing es an zu ruckeln, und dabei werde ich wild von meinen Gedanken aufgesreckt. Die Fahrt in den Sumf geht los …

6 Kommentare

Likedeeler-Verkauf    :-(

Extrem traurig, aber wahr. In einem Monat gehen wir bereits wieder von Bord. Vorbei ist es mit unserem halben Jahr Segelleben auf dem für uns schönsten Boot der Welt, unserer Likedeeler. Falls Ihr jemanden kennt, der ein überseetaugliches Boot kaufen möchte, der möge sich unsere Likedeeler unter "Daten & Fakten" anschauen und uns kontaktieren. Allerschwerenherzens müssen wir uns bald von unserem neuen, sehr liebgewonnenen Zuhause trennen ... *schluchz*!!!

 

Das Boot fährt derzeit noch in der Karibik rum und soll im Mai 2016 wieder nach Europa, wahrscheinlich Norddeutschland überführt werden. 

 

Nur in liebevolle Hände abzugeben!

 

--> Zu den Boots- und Kaufinfos

      (Reines Eignerboot!
        X-Yacht 412, 42 Fuß=12,9 m, 1999, hochseetauglich und -erprobt)

0 Kommentare

Warum der Rum?  (Lisa)

Ich könnte Euch einfach kurz und schmerzlos ein fröhliches "Prosit Neujahr" schreiben und es dabei belassen. Aber wenn ich das täte, dann wüsstet Ihr nichts von unseren wirklich sensationellen, unvergleichlichen Silvester- und Neujahrestagen in den Tobago Cays. Um es vorweg zu nehmen: wir liegen im Paradies! Besser und atemberaubender können sich die karibischen Inseln wohl kaum präsentieren.

 

Die Tobago Cays bestehen aus mehreren Riffen kurz vor Beginn des scheinbar endlosen Ozeans. Ihr letztes Riff heißt klagvoll: "Worlds End". Das größte davon in Hufeisenform, in dem man ankern und dann gleich schnorcheln kann. Drum herum schützen einen kleine Trauminseln aus Sand, Sträuchern und Palmen mit jeder Menge Kokosnüssen drauf. Es wimmelt von Muscheln, Leguanen, Rebhühnern, Krebsen, Seesternen, Fischschwärmen. Die bunten, fröhlichen Holzboote der hiesigen Schwarzen – "Hey, my friend!", rufen sie einem stets breitgrinsend und gestikulierend zu –  nehmen Kurs auf unsere Likedeeler, um uns mit Bananenbrot, frischem Fisch, Obst, Gemüse und sogar Hummer zu versorgen oder uns zum Barbeque auf ihre Insel zu locken.

 

Aber der wirkliche Wahnsinn ist es, sich einfach von Bord ins Wasser plumpsen zu lassen und sich mitten in einer Schildkrötenkolonie zu befinden, die gemütlich grasend am Meeresboden rumlungert und ab und an zum Luftholen an die Oberfläche prustet, um einem dabei mit großen Knopfaugen anzusehen. Leider stets desinteressiert und gerade wieder zum Fressen abtauchend. Unsere Schildkröten lassen sich einfach nicht aus der Ruhe bringen. Die Kinder und wir haben einen irren Spaß dabei, ihnen nachzutauchen oder über ihnen zu schweben und sie zu beobachten.

 

Auf einer kleinen Sandinsel wärmen wir uns auf und treffen auf jede Menge Leguane. Die sehen schon lustig aus, diese uralten Echsen wie sie sich faul und bräsig in Büschen und auf Steinen sonnen. Gut haben sie es hier in den Cays. Ich glaub, im nächsten Leben möchte ich hier als Echse wiedergeboren werden.

 

Zu Silvester legen wir um an die vor die Cays gelagerte Insel Mayreau und treffen auf alte Segelfreunde von der "Via". Wir liegen in einer Traumbucht mit vielen bunten, typisch karibischen Holzbretterbars direkt am Strand. Es gibt total leckeren Hummer zu Silvester, der uns mächtig darüber hinweg trösten muss, dass wir auf einen Einheimischen-Trick reingefallen sind. Hatten wir bei der schönsten Bar am Strand unseren Platz reserviert, so stellt man uns als wir zum Essen kommen vor die vollendete Tatsache, dass diese Bar bereits ausgebucht ist. So werden wir hinter den Strand in eine nur halbnette Bude geführt, die weder Blick auf den Strand bietet, noch gemütlich ist. Plastikteller ohne Servietten stehen auf dem Tisch und ich gucke auf eine Telefonzelle, die einem Dixieklo sehr ähnlich ist. Wäre das Essen nicht so hammerhart lecker und hätten die Kinder nicht auch einen Hummer statt des eigentlich bestellten Hühnchens bekommen, dann wäre ich mächtig sauer. Man darf sich einfach nicht zu sehr auf die "Hey, my friend"-Aussagen verlassen, die einem die Boatboys so zurufen. Egal, der spätere Cocktail in der Bar, die wir uns ursprünglich rausgesucht hatten, schmecke phantastisch und um 24 Uhr hüpft die Via- und die Likedeeler-Crew gemeinsam von den Plichtbänken der Via-Yacht. Eine Tradition, in die die Via-Crew uns einführt. (Wir sind dann doch zu beduselt und zu faul gemeinsam von Bord ins Wasser zu hüpfen, was – sind wir mal ehrlich – eigentlich viel passender gewesen wäre ...)

 

Und dann geht es noch einmal zum Eiland "Petit Tabac". Dort sollte man toll schnorcheln und tauchen können. Es ist jedoch so eine starke Strömung mit Wellengang, dass die Likedeeler dort nicht ankern kann. So schnorcheln wir in 2 Phasen. Götz und Matti machen die erste Runde, während Kai, Leni und ich an Bord bleiben und mit der Likedeeler Kreise vor der Insel ziehen. Danach wird getauscht. Petit Tabac verführt einen nicht nur mit seiner wundervollen Unterwasserwelt. Vielmehr katapultiert einen der Anblick dieses flachen Palmeninselchens mal direkt in den Film "der Fluch der Karibik". "Hey, das sieht hier genauso aus wie im Film bei der Szene, bei der Elizabeth Jack Sparrows Schätze und den Rum verbrennt. "Aber, warum der Rum?" fragt Jack dort verzweifelt. Ich kann mich gut dran erinnern. Rum hatten wir zwar nicht dabei, aber als wir recherchieren wird klar, dass genau hier auf Petit Tabac diese Szene gedreht wurde. Kira Knightley hat bestimmt auch mit den Schildkröten auf den Tobago Cays geschnorchelt. Was haben die Schauspieler doch für ein Glück.
Unseren Rum schlürfen wir dann als oberleckeren Rumpunsch an einer karibischen Bar. Die Jungs träumen dabei von Elizabeth Swann. Ich weigerte mich von Johnny Depp zu schwärmen und träume vom Skifahren in den Schweizer Bergen. Da gibt es nämlich keine doofen Sandflöhe und Mücken, die länger als 14 Tage juckende Bisse hinterlassen. Obwohl, da gibt es auch keinen Rum. Aber, warum auch Rum, wenn man dort ein "Schümli Pflümli" trinken kann?
In diesem Sinne: Prosit Neujahr!

 

5 Kommentare

Schildkröten-Alarm  (Matti)

Wir fahren gerade in eine Bucht auf den Tobago Cays ein.
Es ist eine schöne Bucht.
Der Anker fällt in den Sand und hält sofort.
Sofort hüpfe ich mit Badehose und Taucherbrille ins Wasser.
Ich sehe ein paar kleine Fische aber ansonsten nur Sand.
Kurz darauf gehen Papa und Leni schnorcheln und sehen eine Schildkröte.
Ich bin voll neidisch.
Mama verkündet jetzt, dass wir mit dem Dinghi ans Horsshoe Reef fahren und dort schnorcheln werden.
Es war einfach toll.

Am nächsten Morgen

Ich hüpfe wieder mit Papa ins Wasser, und das, was wir am aller ersten sehen sind ... Schildkröten!
Wir tauchen runter und streicheln sie am Panzer.
Die Berührung ist toll.
Und die Schildkröte hat sogar keine Angst!
Sie mampft einfach weiter Seegras.
Das ist super!
Wir tauchen ihr noch ein paar mal nach, bis wir wieder an Bord klettern.

Halbe Stunde später

Wir gehen mit dem Dinghi an eine kleine Insel.
Auf der Insel sind tolle Leguane und Rebhühner.
Die Leguane bewegen sich fast gar nicht.
Als wir wieder die kleine Insel verlassen haben, sehen wir eine kleine Insel namens Petit Tabac.
Auf Petit Tabac wurde sogar ein Teil von"Der Fluch der Karibik"gedreht.
Und wir sollten sogar bald diese Insel betreten!
Wir blieben noch einen Tag bei unserem Ankerplatz und streichelten noch einige Schildkröten bis wir weiter fuhren.
Das Schnorcheln ist ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergesse!

0 Kommentare

Neujahr in den Tobago Cays. Einfach paradiesisch!

1 Kommentare

So sieht's aus am Weihnachtsmittag

1 Kommentare

Links-Verquer – St. Lucia  (Lisa)

Yeah! Wir sind da. Endlich da in der Karibik und betreten als erstes den Boden der Insel St. Lucia. Komsischerweise wackelt und schwankt nichts und ich schlafe wie eine Eins den Schlaf der völlig übermüdeten Transatlantiker. Die Jucunda-Yacht ist 6 Stunden vor uns eingelaufen und bietet uns zusammen mit 2 weiteren Freunden eine gehörig schöne Willkommensbegleitfahrt. Hach, so möchte man begrüßt werden! 1000 Dank, Ihr Lieben. Das hat so Spaß gemacht! Und Euch gesund und munter wiederzusehen ist der Hammer. Ein paar Tage später und als letzte von unseren befreundeten Booten geht die Viktoria ins Ziel. Mitten in der Nacht um 4 Uhr morgens überfallen wir sie mit 2 Dinghies in der Hafeneinfahrt. Klar wird ordentlich gesüppelt, bis die Sonne aufbricht und ich mich zumindest nochmal in mein Bettchen kuschele. Jetzt kann es losgehen mit der Aklimatisierung. Mit dem Erkunden der Karibik.

St. Lucia präsentiert sich in der Marina als skuriles Disney Land. Nur für die ARC-Yachten wurden bunte Bretterbuden aufgebaut, die Früchte, naive Kunst, teure Fotos von der Zieleinfahrt (100 Doller das Stück! Die spinnen, die Fotografen!), Schmuck und bunte Fahnen verkaufen. Jeden Abend spielt eine andere Band an der Cafémeile auf. Die Preise für Drinks und Einkäufe sind hahnebüchen hoch. Aber, was will man machen? Wir sind in Feierlaune und das nutzt die Insel dann auch aus.
Nach diversen Tagen am Hafen muss ich endlich mal raus und miete ein Auto. Hier herrscht Linksverkehr (Saint Lucia gehört dem Vereinigten Königreich an). Entsprechend ist das Lenkrad des Kleinwagens auf der falschen Seite und ich kämpfe damit, nicht immer den Scheibenwischer anzumachen, wenn ich abbiegen und blinken will. Ganz schön nervig.
Die Fahrt ins 50 Meilen entfernte Südland der Insel mit Wasserfällen und Co ist atemberaubend und raubt mir außerdem den letzten Nerv mit den ganzen Serpentinen und Schlaglöchern. "Sie haben keine Pannenreifen-Versicherung abgeschlossen", sagte mir noch die Rent-a-Car-Dame. Warum ich die bräuchte, leuchtete mir da noch nicht ein. Aber beim 3. Schlagloch wusste ich, ich hatte einen Fehler begangen. Dennoch. Es ging alles gut, auch wenn ich durchgeschwitz wie ein nasser Pudel war.

Erschrocken war ich über die Hauptstadt von St. Lucia. Auf der einen Seite der Bucht ein riesiger Kreuzschiffahrtshafen mit einem direkt angrenzenden Marktresort an Duty Free-Geschäften, das einem schon schlecht wird. Glattpoliert, herausgeplüscht, europaisiert und verweihnachtet bis ins letzte Detail. Ob die Preise tatsächlich denen von duty free gerecht wurden, mag ich jetzt mal bezweifeln. Auf der anderen Seite der inländische, originale Markt mit Gemüse, Obst, Handwerk, Mode und Fressständen en masse. Einem der 10 schönsten Märkte der Welt, laut dem National Geographic, glaub ich. Ich kann diesem lieblosen, durcheinanderen, dreckigen Markt nichts abgewinnen. Die Insel, aber, ist ein Traum. Die Bewohner sehr freundlich. Aber der Lebensstil ist so unschön. So, als wenn die Natur schon alles darstellt, dass man sich keine Mühe mehr mit seiner eigenen Darstellung machen muss. Mir gefällt es dort wirklich nicht. Wir tun gut dadran, nichts zu essen, denn ein Freund von uns bekam doll Fieber nach dem Besuch der Markthalle zum Lunch.

Wir fahren weiter zu den Wasserfällen. Wir lassen uns von einem gemütlich massieren und besuchen einen noch völlig neuen Dschungelpfad mit Papageien-Beobachtung. Das war wirklich toll. Esa, der Besitzer des Berges und überzeugter Rastaman, wohnt seit 35 Jahren auf diesem Berg und pflegt ihn und ernährt sich dort vollständig selbst. Eigentlich hat er Architektur in Kanada studiert. Aber hier auf der Insel lebt er seinen Einsiedler- und Rastaman-Traum. Mit der Machete führt er uns durch den tropischen Wald und erklärt und Bäume, Pflanzen, Tiere und die Folgen des katastrophalen letzten Hurricains, bei dem sein halber Berg abgerutscht und eine befreundete 5-köpfige Familie nebst Haustieren unter sich begraben hat. Ganz schön gänsehautig. Zum Sonnenuntergang genießen wir einen atemberaubenden Blick über die Bucht von St. Lucia mit ihren Pitons, den 2 Bergen, die das Wahrzeichen der Insel darstellen, hören die Papageien krächtzen, während Esa eine frische Kokosnuss mit der Machete schlachtet und uns anbietet. Göttlich! Dazu leuchten die hiesigen Glühwürmchen. Allerdings anders als in Deutschland tun sie dies nur wenige Sekunden. Dafür immer wieder. Wenn man in den Urwald schaut, leuchten überall immer wieder diese putzigen Lampen auf. Man meint, die Tiere würden miteinander morsen. Und während es im Wald tagsüber ganz still war, so schwillt jetzt eine Geräuschkulisse an, die einfach nicht erklärbar, aber dafür wundervoll ist. Was würde ich gerne bei dieser Idylle einmal im Urwald übernachten. Doch wir müssen wieder nach Hause, fahren durch die Dörfer, in denen die normale, ärmere Bevölkerung St. Lucias wohnt. Matti ist es unbehaglich. Er mag den Kontrast zwischen Disneyland-Yachthafen und Realität nicht. Dabei ist St. Lucia noch einigermaßen reich. Richtig schlimme Slums haben wir fast nicht gesehen. Es gibt viel zu diskutieren darüber.
Bald wird es Zeit, St. Lucia zu verlassen. Nach grandiosen Schnorcheln in der Rodney Bay, in der wir riesige Kugel- und Feuerfische sehen, verlassen wir die erste Insel unserer Karibikreise mit Ziel auf Martinique, wo wir mit den Jucundas und Viktorias Weihnachten verbringen wollen. Gemütlich unter Palmen am Strand in einer Beachbar, die nur für uns auf macht und den Blick auf unsere friedlich ankernden Boote freigibt. Was will man mehr? Ich momentan nichts. Das fühlt sich wirklich mal gut an!
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und einen super smoothen Rutsch wünsch ich Euch allen!

2 Kommentare

Auf dem Ozean Teil 3/3  (Matti)

Über die nächsten Tage fuhren wir mit bis zu 9 Knoten gen Saint Lucia.
Wir holten aber nicht mehr viel auf, und so kam die Jucunda doch 6 Stunden vor uns an.
Aber jetzt erzähl ich vom Ankommen.

 

3 Stunden, bevor wir ankommen

Ich legte mich hin, weil wir wussten, dass wir um 3 Uhr morgens ankommen (mitteleuropäische Zeit). Nach lokaler Zeit war es 23 Uhr.
Ich wollte eigentlich gar nicht schlafen, aber dann pennte ich doch ein.
Ich habe tief und fest geschlafen bis: "Matti, wir sind 3 Meilen vor Saint Lucia!"
Ich schreckte hoch und zog mir meine Rettungsweste und mein T-Shirt an und ging nach oben.
Und vor mir war unser Ziel.
Das war ein toller Anblick.
Kurz vor Saint Lucia wurden noch ein paar Fotos geschossen und dann waren wir durch die Ziellinie.
Grade als wir durchfuhren machte es Huuuuuup!
Das war das Zeichen für:"Du bist durchs Ziel gefahren!".

20 Minuten später

Wir versuchten grade, die Segel runterzuholen, als Lisa rief: "Das Segel will nicht runterkommen!"
Also musste Götz in den Bootsmansstuhl und wurde am Mast hochgezogen.
(Das war ein Manöver) Und Papa reparierte den einen Segelrunterholer.
Kurz darauf hatten wir das Segel unten und fuhren durch die Hafeneinfahrt.
Da kam ein kleines Dingh auf uns zu gefahren.
Es waren unsere Freunde von der Jucunda!
Man hörte Rufe wie: "Blendet sie!" ;-) aber natürlich auch "Willkommen! Ihr habt es geschafft!" :-)
Wir wurden an Bord von der Jucunda eingeladen zu einem Drink.
Also legten wir an und bekamen von der ARC einen Korb mit Rum und Bananen und anderen Früchten. Papa, Mama und Kai bekamen noch ein Alkoholgetränk und ich und Leni kriegten einen Willkommenspunsch.
Wir wurden noch ein bisschen bejubelt und dann gingen wir an Bord der Jucunda.
Dort tranken wir etwas und plauderten.
Die Erwachsenen tranken Bier und wir Kinder Cola.
Wir redeten bis 6 Uhr morgens (mitteleuropäische Zeit) und fielen dann ins Bett.
Es war 2 Uhr morgens (lokaler Zeit). Also besser gesagt nachts, und ich las noch ein bisschen.
Dann war ich hundemüde und schlief ein.
Wir waren wirklich angekommen!

0 Kommentare

Mehr, ältere Blogeinträge ...